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Beschäftigtendatenschutz-Seminar

Aufbauseminar zum Datenschutz der Angestellten

Sich im Dschungel der Gesetze zum Beschäftigtendatenschutz zurechtzufinden, ist gar nicht so leicht. Es gibt für dieses Gebiet keinen separaten Gesetzestext, der alle Punkte abhandelt, sondern eine Vielzahl an Klauseln, die sich über verschiedene Verordnungen verteilt. Obendrein lassen die Formulierungen jede Menge Interpretationsspielraum zu. Um einen Überblick zu erhalten, lohnt sich ein Beschäftigtendatenschutz-Seminar, das alle relevanten Punkte übersichtlich aufbereitet und anhand von praktischen Beispielen genauer definiert.

Beschäftigtendatenschutz Berlin

1-tägiges Seminar - Beschäftigtendatenschutz in Berlin

Preis: 599,00 € zzgl. USt.

Geeignet für die DEKRA-Rezertifizierung

Unser Seminar zum Datenschutz Ihrer Beschäftigten

Generell haben sich Unternehmen und Arbeitgeber in Sachen Beschäftigtendatenschutz an die DSGVO und das BDSG-neu zu halten, da es für dieses spezifische Thema keine eigenständige Verordnung gibt. Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten aus jeglicher Art eines Beschäftigungsverhältnisses unterliegt also grundsätzlich denselben Regelungen wie beispielsweise Kundendaten. Im Art. 88 der DSGVO wird die Datenverarbeitung im Beschäftigtenkontext als besondere Verarbeitungssituation deklariert. Gleichzeitig überträgt er die Regelungskompetenz an die nationalen Gesetzgeber. Damit kommen die Regelungen des BDSG-neu sowie weitere spezifische Vorschriften zur Anwendung.

Das Beschäftigtendatenschutz-Seminar von unseren Datenschutzexperten klärt Mitarbeiter und Vorgesetzte in Unternehmen aller Branchen über die Gesetzeslage auf. Personalabteilungen, Betriebsräte sowie Datenschutzbeauftragte und Compliance-Verantwortliche nutzen unser Aufbauseminar, um einen detaillierten Einblick in den Datenschutz von Beschäftigten zu erhalten und Strafen nach der DSGVO zu vermeiden. Ein externer Datenschutzbeauftragter nimmt Ihnen einen Teil dieser Arbeit ab.

Wir stützen uns für unser Seminar zum Beschäftigtendatenschutz auf die aktuellsten Entwicklungen und Fallbeispiele. Anhand von Hinweisen aus der Praxis bekommen Sie nützliche Tipps, wie Sie die Regelungen in Ihrem Unternehmen gesetzeskonform auslegen und anwenden.

Inhalt:

  • Rechtsquellen des Beschäftigtendatenschutzes
  • Verpflichtung der Beschäftigten auf das Datengeheimnis
  • Einsatz von Leiharbeitern und Praktikanten
  • Einwilligungen und Betriebsvereinbarungen
  • Personalakten
  • Informationspflichten
  • Fragerecht des Arbeitgebers (zum Beispiel im Bewerbungsgespräch)
  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
  • E-Mail und Internet am Arbeitsplatz
  • Überwachung von GPS-Standortdaten
  • Videoüberwachung
  • Whistleblowing
  • Zusammenspiel von Betriebsrat und betrieblichem Datenschutzbeauftragten

 

Wo und wie ist der Beschäftigtendatenschutz geregelt?

Die allgemeinen Bestimmungen der DSGVO gelten auch für die personenbezogenen Daten von Arbeitnehmern. Darüber hinaus regelt § 26 Abs. 8 BDSG-neu, wer als Beschäftigter gilt und welche Daten unter welchen Umständen verarbeitet werden dürfen.

 

§ 26 Abs. 8 BDSG-neu zum Beschäftigtendatenschutz:

Ohne die Einwilligung der Angestellten dürfen nur solcherlei personenbezogene Daten verarbeitet und gespeichert werden, die für die Aufnahme, Erfüllung und Beendigung eines Beschäftigtenverhältnisses notwendig sind. Für die Erhebung weiterer Daten ist eine Einwilligungserklärung der Mitarbeiter vorgeschrieben. Zu beachten ist in jedem Fall unbedingt die Erforderlichkeit der Daten.

  • Ausnahmeregelung Art. 9 Abs. 2 lit. b DSGVO: Besondere Datenkategorien, wie Gesundheitsinformationen und Religionszugehörigkeit, spielen eine Rolle, wenn sie für die Lohnabrechnung vonnöten sind (Krankheitstage, Kirchensteuer).

Unter die für das Angestelltenverhältnis erforderlichen personenbezogenen Daten fallen zum Beispiel folgende, für die keine explizite Einwilligung seitens Arbeitnehmer nötig ist:

  • Bewerberdaten (für die Aufnahme eines Beschäftigtenverhältnis)
  • Allgemeine Personen- und Kontaktdaten, wie Name, Adresse, Geburtsdatum (für die Aufnahme und Durchführung desselbigen)
  • Kontoverbindung (für die Entlohnung)
  • Tätigkeitsprofil und Position im Betrieb (ebenfalls für die Durchführung)

 

Erhebung von Daten zur Vermeidung einer Straftat?

Die Möglichkeiten, um Beschäftigten auf die Finger zu schauen, sind heutzutage vielfältig. Doch solange keine konkreten Anhaltspunkte vorliegen, dass ein Arbeitnehmer gegen das Gesetz verstößt, dürfen keinesfalls personenbezogene Daten erhoben und/oder gespeichert werden, die über die Erforderlichkeit für das Angestelltenverhältnis hinausgehen. Nur wenn es tatsächlich notwendig ist, um eine Straftat aufzudecken, dürfte ein Mitarbeiter (immer im Rahmen der Angemessenheit!) zum Beispiel überwacht werden.

 

Allgemeine Bestimmungen der DSGVO zum Beschäftigtendatenschutz

  • Datensparsamkeit
  • Zweckbindung
  • Betroffenenrechte
  • Freiwillige, widerrufbare Einwilligung

Auch im Beschäftigtendatenschutz gilt der Grundsatz: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Datensparsamkeit ist Vorschrift. Ebenso haben Arbeitgeber sich an die Zweckbindung zu halten. Die oben genannte Erforderlichkeit muss ebenso eingehalten werden wie die Betroffenenrechte. Das heißt, dass Arbeitnehmer ein Recht darauf haben, die über sie gespeicherten Daten einzusehen, zu korrigieren und löschen zu lassen.

Eine Einwilligung muss freiwillig sowie schriftlich erfolgen, verständlich formuliert und widerrufbar sein.

Vor allem in Hinblick auf das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist die Freiwilligkeit ein sensibles Thema, das im Zweifelsfall gründlich untersucht wird.

Der Datenschutz ist ein zunehmend wichtigeres Thema, das uns alle betrifft. Doch den Überblick über die Gesetzeslage zu behalten, ist leider nicht immer ganz einfach. Unsere Leistungen umfassen daher auch das Beschäftigtendatenschutz-Seminar, zu dem wir Ihnen gern alle Fragen beantworten – kontaktieren Sie uns einfach!

 

Die Datenschutzexperten helfen Ihnen weiter

Sie sind auf der Suche nach weiteren Informationen rund um das Thema Datenschutz? Sie möchten sich oder Ihre Mitarbeiter weiterbilden und tiefer in die Gesetzeslage eintauchen? Unsere Seminare werden von Experten aus ganz Deutschland gehalten, die nicht nur die Theorie beherrschen, sondern auch praktische Erfahrung mitbringen. Mit viel Engagement bleiben wir stets am Ball, um Sie über die aktuellen Entwicklungen aufklären zu können. Übrigens: Wir bieten auch InHouse-Schulungen an!

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten mit opt. DEKRA Prüfung

Seminardauer:
Mo - Do: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Freitag : 10:00 Uhr - 15:00 Uhr (DEKRA-Prüfung von 13:30 - 15:00 Uhr)

Im Seminarpreis enthalten:

  • Seminarunterlagen und Gesetzestexte
  • Mittagessen
  • Konferenzgetränke und Snacks

Seminarinhalte:

5-tägiges Grundlagenseminar mit den Modulen:

Tag 1Rechtliche Grundlagen zum Datenschutz
Tag 2Der betriebliche Datenschutzbeauftragte
Tag 3Beschäftigtendatenschutz
Tag 4Datenschutz und Datensicherheit
Tag 5Die ersten 100 Tage des Datenschutzbeauftragten / optionale DEKRA-Prüfung

Sie können die Tage auch einzeln buchen. Nutzen Sie dafür bitte unser Anmeldeformular als PDF.

Seminarbeschreibung:

In den 5 Tagen werden alle wichtigen Themenbereiche abgedeckt, die für den Datenschutz relevant sind. In den ersten 3 Tagen dreht sich alles rund um die Datenschutzgesetze und deren Anwendung. Nach einer Einführung in die EU-DSGVO und das in Deutschland ergänzende BDSG (neu), werden an den darauf folgenden Tagen erste Tätigkeiten und wichtige Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten vermittelt. Hier wird an Tag 2 auch der Unterschied zwischen externen und internen Datenschutzbeauftragten aufgegriffen. Am dritten Tag dreht sich alles rund um das Thema Arbeitnehmerdatenschutz, da dieser mit einer der wichtigsten Bereiche im Datenschutz ist.  In den letzten beiden Tagen liegt der Schwerpunkt eher auf den technischen Bereichen des Datenschutzes und der Verknüpfung mit den Gesetzen, vor allem der Zusammenhang zwischen Datenschutz und Datensicherheit ist dabei ein wichtiges Element. Beide Bereiche sind miteinander verstrickt und ergänzen sich gegenseitig, unterscheiden sich aber dennoch voneinander. Der letzte Tag dreht sich um die praktische Umsetzung, der in den letzten Tagen gelernten Inhalten, in den Unternehmen. Tipps, Tricks und Ratschläge werden weitergegeben und ausgetauscht. Anschließend besteht die Möglichkeit die Dekra-Prüfung abzulegen, mit Bestehen erhält man den Titel „Fachkraft für Datenschutz“.

Zu jedem Seminartag wird ein Skript ausgeteilt, in welchem alle wichtigen Inhalte noch mal zusammengefasst sind. Mittagessen, Getränke und Seminarunterlagen werden von uns gestellt und sind mit inbegriffen.

Seminarinhalte:

Tag 1:

  • eine Übersicht über die wichtigsten gesetzlichen Regelungen zum Datenschutz,
  • eine umfassende Darstellung der EU-Datenschutzgrundverordnung, Aufbau und seiner Struktur,
  • eine Darstellung der Inhalte der wichtigsten Vorschriften der EU-DSGVO einschließlich der Definition wesentlicher Begriffe, sowie eine Übersicht über die einzelnen Verfahren zur Datenverarbeitung und der an sie geknüpften Anforderungen, Rechte der Betroffenen und Pflichten der datenverarbeitenden Stellen,
  • eine Übersicht über die wichtigsten, bereichsspezifischen Sonderregelungen und ihre datenschutzrechtlich relevanten Inhalte
  • eine Übersicht über die im Zusammenhang mit datenschutzrechtlichen Pflichten bestehenden Ordnungswidrigkeits- und Straftatbestände.

Tag 2:

  • die Pflicht zur Bestellung eines betrieblichen DSB nach dem BDSG-neu und die richtige Art ihrer Umsetzung,
  • eine Darstellung des Status des internen betrieblichen Datenschutzbeauftragten im Unternehmen und seine wesentlichen Funktionen,
  • ein Überblick über die vom internen betrieblichen Datenschutzbeauftragten zu erfüllenden persönlichen Voraussetzungen,
  • eine Übersicht über die Rechte des internen betrieblichen Datenschutzbeauftragten
  • eine Darstellung der sich aus der EU-DSGVO und dem BDSG-neu ableitenden Pflichten und Funktionen des internen betrieblichen Datenschutzbeauftragten,
  • eine ausführliche Darstellung der wesentlichen Aufgaben des internen betrieblichen Datenschutzbeauftragten,
  • die Darstellung der Haftung des internen betrieblichen Datenschutzbeauftragten im Innen- und im Außenverhältnis.

Tag 3:

  • eine Darstellung der rechtlichen Grundlagen des Arbeitnehmerdatenschutzes,
  • Hinweise zum Umgang mit der erforderlichen Interessenabwägung zwischen dem Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers und dem Interesse der Datenspeicherung durch den Arbeitgeber,
  • die Darstellung des Problemfeldes der Videoüberwachung am Arbeitsplatz und der dabei zu treffenden Maßnahmen,
  • eine ausführliche Darstellung des Themenbereichs „Personalaktenführung“ aus datenschutzrechtlicher Perspektive,
  • eine Übersicht der Mitwirkungsrechte und -pflichten der Arbeitnehmervertretung,
  • die Darstellung des Bereichs „Multimedia am Arbeitsplatz" und die damit verbundenen Probleme.

Tag 4:

  • einen Überblick über die bei der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten in der Regel sicherheitsrelevanten Bereiche,
  • die Abgrenzung zwischen Datenschutz und Datensicherheit,
  • eine ausführliche Darstellung zu den bei der internen EDV und bei der Verwendung herkömmlichen Aktenmaterials auftretenden Problemfeldern und den dazugehörigen Lösungsansätzen,
  • das Aufzeigen von Sicherheitsproblemen bei den verschiedenen Wegen der Übertragung elektronischer und konventioneller Daten,
  • eine Übersicht der Erfordernisse an die Einarbeitung neuer Mitarbeiter,
  • eine Übersicht der bei der Versetzung oder beim Ausscheiden von Mitarbeitern erforderlichen Maßnahmen,
  • Hinweise zur sachgerechten Pflege und Wartung von Geräten zur Datenverarbeitung.

Tag 5:

Gegenstand dieses Seminars ist die Einrichtung eines funktionstüchtigen und gesetzeskonformen Datenschutzmanagements in privatwirtschaftlichen Unternehmen.

  • Wo liegen die Prioritäten?
  • Welche Besonderheiten gilt es zu beachten?
  • Wie verhält sich der internen betrieblichen Datenschutzbeauftragten gegenüber Mitarbeitern, Vorgesetzten, Betriebsräten?
  • Wie wird eine mögliche Überprüfung durch die Aufsichtsbehörde optimal vorbereitet?

Sie haben Fragen zu unseren Seminaren?

Unsere Experten stehen Ihnen gern zur Verfügung!

© 2020 Kedua GmbH - Ihre Datenschutzexperten seit mehr als 20 Jahren.

Datenschutzkompetenz seit 1998.

Für Sie erreichbar:

Telefon: 030 4377 8625
E-Mail: info@kedua.de

Montag bis Freitag
von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Ralf Schulze - Geschäftsführer